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Neurologische Probleme beim Hund – so förderst du die Nervenweiterleitung mit dem Ausstreichen der Zehenzwischenräume

Neurologische Probleme beim Hund kann man mit dem Ausstreichen der Zehenzwischenräume reduzieren. Im Artikel erkläre ich dir wie es wirkt und funktioniert.

Eine ganze Reihe von Rückenerkrankungen bringen gleichzeitig auch neurologische Probleme mit sich. Häufige Erkrankungen, die eng mit neurologischen Problemen verbunden sind, sind typischerweise Bandscheibenvorfälle, das Cauda Equina Compressions Syndrom, Spondylose oder Rückenmarksinfarkt – um nur einige zu nennen. Eine Erkrankung, die keine neurologische Ursache hat, aber neurologische Symptome nach sich zieht, ist die Degenerative Myelopathie.

So zeigen sich neurologische Probleme beim Hund

Sie zeigen sich häufig durch ganz typische Anzeichen, wie beispielsweise das klassische Pfotenschleifen, aber auch koordinative Probleme. Zudem wird die Muskulatur immer schwächer. Betroffene Hunde stolpern häufiger, stehen nicht mehr wirklich stabil, bei Rüden klappt das Beinchen heben nicht mehr so recht und auch Alltagsbewegungen werden gemieden. Dazu können Dinge wie Treppenlaufen gehören.

Was kann man tun, um die Nervenweiterleitung zu fördern?

Das macht uns als Hundehalter natürlich hilflos. Doch in vielen Fällen gibt es viele Möglichkeiten, die Nervenweiterleitung wieder zu verbessern. Dazu gehören neben dem Bewegungstraining, stimulierenden Massagen, passivem Bewegen auch Maßnahmen, wie das Ausstreichen der Zehenzwischenräume. Das schlage ich Hundehaltern mit Hunden mit neurologischen Problemen gern als Hausaufgabenübung vor, denn es ist sehr einfach, nicht wirklich fehleranfällig und extrem effektiv. Umso mehr wundere ich mich, dass es immer noch so wenige Menschen kennen. neurologische Probleme beim Hund

Reizsetzungen sorgen dafür, dass Nervenimpulse wieder ankommen

Wenn wir die Nervenweiterleitung unserer Hunde fördern wollen, müssen wir natürliche Reize setzen, denn bei neurologischen Problemen, ist die Nervenweiterleitung gestört. Das führt dazu, dass die „Botschaft“ nicht mehr bis in die Muskeln und Zehen weitergeleitet wird. In der Konsequenz kommt es dann dazu, dass Hunde an Stabilität verlieren, die Muskulatur abbaut und Bewegungen immer schwerer fallen. In letzter Konsequenz kann es eine Lähmung des Hundes nach sich ziehen. neurologische Probleme beim Hund

Die gute Nachricht: so lange noch eine Tiefensensibilität da ist, haben wir gute Chancen, den Zustand deutlich zu verbessern (das darfst du nun natürlich bitte nicht als „Diagnose“ oder Versprechen werten!). Solange der Hund also noch „Gefühl“ in seinen Pfoten hat – sprich ein wenig der Botschaft, die die Nerven senden, kommen noch in der Peripherie an, können wir dieses auch wieder verstärken. Wir können dies wieder fördern, indem wir am anderen Ende, sprich an den Zehen anfangen zu stimulieren und so dem Gehirn signalisieren, dass da etwas ist. So fördern wir die Weiterleitung und Verbindung.

So geht das Ausstreichen der Zehenzwischenräume:

Du brauchst keine Angst zu haben – es funktioniert ganz einfach. Wenn du meine Artikel schon länger liest, weißt du, dass ich besonders gern Dinge mag, die einfach sind und eine große Wirkung haben. Diese Übung gehört definitiv dazu!

Du gehst dafür einfach mehrmals täglich mit deinen Fingern in die Zehenzwischenräume der Hinterpfoten und massierst sie sanft und streichst sie aus. Zusätzlich kannst du auch leicht an den Häärchen in den Zehenzwischenräumen und den Schwimmhäuten „zubbeln“ – natürlich nur sanft. Das stimuliert und fördert sehr effektiv die Nervenweiterleitung. Wenn dein Hund kitzelig ist, dann achte darauf, dass du die Zehen nicht zu „zart“ anfasst.

„Steter Tropfen höhlt den Stein“ neurologische probleme beim Hund

Natürlich wirst du nicht nach einmaligem Ausstreichen der Zehenzwischenräume ein Wunder erleben. Aber wenn du kontinuierlich am besten mehrmals täglich die Zwischenräume der Hundepfoten ausstreichst und massierst, wirst du – vor allem in Kombination mit anderen Maßnahmen – eine deutliche Verbesserung erreichen.

Alles Liebe, deine Tina

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19 Kommentare zu „Neurologische Probleme beim Hund – so förderst du die Nervenweiterleitung mit dem Ausstreichen der Zehenzwischenräume“

    1. Hi. Wir vermuten bei unserem Hund DM seit Nov2020. Nerven sind laut Tierarzt noch ok und zuckt auch noch beim Test.Situation Verschlechtert sich nur langsam. Wirkt auch noch sehr fit und tolle herum.Manchmal wirkt es auch so als ob es besser wird. Was Coco gleichzeitig auffällt ist dass sie Nachts mit allen Füssen zappelt. Als würde sie einer Katze hinterherlaufen. Ich bin mir unsicher ob das vom Träumen kommt.
      Gehen auch Physio und kräftigen Hinterbeine. Gibt es auch noch andere Krankheiten die es sein könnten? Kann man gegen das unruhige Schlafen tun?

      1. Hallo Michael, bei einer DM gehörte eine intensive Physiotherapie zum Mittel der Wahl, da es die einzige Möglichkeit ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern. Hier auf dem Blog findest du auch verschiedene Artikel zur Degenerativen Myelopathie, wenn du den Begriff in die Suchfunktion eingibst. Vielleicht liest du dich da mal ein. Eine DM wird nach wie vor über eine Ausschlussdiagnose festgestellt, das bedeutet, dass andere neurologische Erkrankungen bei der Befunderhebung vom Arzt ausgeschlossen werden sollten. Aber lies dich am besten in die Artikel ein, da gehe ich auf alle diese Punkte ein. Einen dicken Knuddler unbekannterweise an Coco! Liebe Grüße, Tina

        1. Liebe Tina, mein Dackel Paul wurde vor 3 Tagen wegen Bandscheibenvorfall operiert und hatte davor leider keinen Tiefenreflex mehr. Allerdings hat er heute wohl den Schwanz bewegt und ganz kurz hinten gestanden. Meinst Du auch hier hilft das Ausstreichen obwohl kein Tiefenreflex da ist? Wir geben ihn natürlich in professionelle Hände zur Physio, wollen aber auch alles daheim für ihn tun.
          Lieben Dank

          1. Liebe Sabine, erst einmal gute Besserung für Paul! Ich würde nichts unversucht lassen und die Nerven in jeden Fall stimulieren und die Zehenzwischenräume ausstreichen. Ich halte das für sehr wichtig, um die Chance nicht zu vertun, dass sich die Nervenfunktion erholt. Ganz liebe Grüße, Tina

        2. Hund hatte einen kurzen erstickungsanfall,danach traten rechtsseitig Lähmungserscheinungen auf,die sich aber kurz darauf besserten ,nun hat er aber Gangschwierigkeiten ist unsicher und apathisch er als sonst,Vorderpfoten rechts ist immer noch unsicher,beim Beinchen heben kippt er manchmal zur Seite und Treppen steigen will er auch nicht.wad kann man tun

          1. Hallo Kati, ich empfehle dir, deinen Hund einem Physiotherapeuten in deiner Nähe vorzustellen, der ihn entsprechend befunden und behandeln kann. Es wäre höchst unseriös, würde ich ohne deinen Hund gesehen zu haben, zu diesem speziellen Fall eine Behandlungsempfehlung aussprechen. Es ist besser, wenn ein Physiotherapeut dir konkret für deinen Hund, entsprechend seiner Untersuchungsergebnisse und am Besten auch Austausch mit deinem behandelnden Tierarzt, Massnahmen an die Hand gibt! Liebe Grüße und gute Besserung für deinen Hund! LG, Tina

          1. Liebe Gaby, Ausstreichen in Richtung der Krallen ist für den Hund ggfs. angenehmer, aber grundsätzlich kannst du in jede Richtung ausstreichen. LG, Tina

    2. Hi. Ich massieren quasi die Schwimmhäute u streiche diese danach aus ? Also erst kreisen dann ausstreichen ? Ich komm aber zeitweise gar nicht dazwischen. lg silke

      1. Hallo Silke, du gehst mit deinen Fingern in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Ballen und massierst dort, z.B. mit leicht kreisenden Bewegungen. LG, Tina

  1. Unsere kleine Cavalier King Charles Damen (11) hat leider auch diese Probleme.
    Wenn es unserer Paula hilft probieren wir das mal aus.
    Danke für den ausführlichen Artikel.
    Wir werden berichten

  2. Bin froh diese Seite gefunden zu haben! Wir brauchen gerade jede Hilfe um unseren Hund nach einer Bandscheibenvorfall-OP wieder zum Laufen zu bringen. Der Tipp mit den Pfoten ausstreichen ist super! Wir hatten ihn vorher schon gekitzelt,ausstreichen macht wohl mehr Sinn.danke♡

    1. hallo Tina
      ich habe einen Border-Collie 9 Jahre alt
      er hatte im Juli einen Schlaganfall bis vor 3 Wochen ging es ihm auch gut
      jetzt schwankt er teilweise beim laufen hält den Kopf schief und schleimt sehr aus dem Mund
      hat vom Tierarzt cordison bekommen hat nichts geholfen (Blut Untersuchung usw alles gemacht)
      hat leider nix gebracht
      habe ihm gegen das schleimen ACC Akut gegeben ist fast weg
      ich tippe auf neurologisch
      kann ich da auch das mit den Pfoten machen?
      LG

      1. Liebe Nadine, meine Empfehlung wäre, deinen Hund einem Facharzt (Neurologen) vorzustellen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. wenn tatsächlich eine neurologische Ursache vorliegt, kannst du ihm natürlich die Zehenzwischenräume ausstreichen. Herzliche Grüße, Tina

  3. Susanna Sudmöller

    Vielen Dank für den Tip,das werde ich auf jeden Fall machen. Meine Jacky ist 16 Jahre und seit ca 2 Wochen Probleme.

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